Was tun bei einem Fettbrand in der Küche?

Jedes Jahr kommt es allein in Deutschland zu mehreren Tausend Bränden im eigenen Heim. Die meisten Brände in privaten Haushalten entstehen dabei in der Küche. Oft kommt ein Küchenbrand aufgrund von brennenden Fetten oder Ölen zustande. Dabei ist das an sich nicht gleich so schlimm, doch werden leider oft Fehler beim Löschen von Fetten und Ölen in der Küche begangen. Wenn diese Sachen durch den Bewohner falsch gelöscht werden, kann es zu sehr großen Schäden durch ausbrechendes Feuer kommen. Viele Menschen greifen in der Panik zum Wasser, um das fett zu löschen. Dadurch kann es aber direkt zu einer Fettexplosion kommen.

 


Unterschätzte Gefahr Fettbrand

Ein Fettbrand in der Küche kann sehr schnell geschehen. Schnell hat man eine Pfanne oder Topf mit etwas fett drin auf dem heißen Herd vergessen. Auf einmal klingelt es an der Tür oder jemand ruft an und man ist sofort abgelenkt. Es sollte daher niemals eine noch eingeschaltete Herdplatte ohne Aufsicht gelassen werden. Fette oder Öle gelten hier selbstentzündliche Flüssigkeit, wenn diese hocherhitzt sind. Für eine Katastrophe in der Küche reichen schon circa 300 Grad aus. Wenn Rauchentwicklung wahrgenommen wird, kann dies schon ein erstes Anzeichen für einen bevorstehenden Fettbrand in der Küche sein. Jetzt hätte man noch Zeit, die Sache glimpflich zu bereinigen.

Wenn die Pfanne brennt

Jetzt ist es doch passiert. Die Pfanne oder der Topf hat Flammen gefangen. Jetzt als erstes Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen. Als Nächstes sollte die brennende Pfanne vorsichtig von der heißen Herdplatte gezogen werden. Nun erst mal den Herd schnellstmöglich ausschalten. Wenn ein Deckel zur Hand diesen direkt auf die Pfanne oder Topf setzen. Dadurch wird dem Feuer der Sauerstoff genommen und geht unter Umständen schon direkt aus. Den Fettbrand dabei niemals mit Wasser löschen! Das Wasser würde hierbei auf das sehr heiße Fett treffen und dabei schlagartig verdampfen. So entstehen in Sekundenbruchteilen aus einem Liter Wasser sage und schreibe 1.700 Liter Wasserdampf. In diesem Wasserdampf sind kleine Fettteilchen enthalten und werden in der Luft dann entzündet. Dadurch kann sich die Stichflamme frei ausbreiten in der Luft und es kommt jetzt ganz schnell zu einem verheerenden Küchenbrand.

Wie man sich richtig verhält

Für kleine Brände in der Pfanne reicht meist ein Deckel oder eine Löschdecke zum Löschen aus. Dabei wird dem Feuer die Sauerstoffzufuhr entzogen und wird dadurch erstickt. Wenn das Feuer dann erstickt wurde, ist weiterhin oberste Vorsicht geboten. Das Feuer kann sich immer noch wieder selbst entzünden. Den Deckel oder Löschdecke nicht schon nach ein oder zwei Minuten wegnehmen, nur weil das Feuer aus ist. Wenn es aber schon schlimmer brennen sollte und das Feuer auf Möbel übergegriffen hat, sollten das Fenster und die Küchentür verschlossen werden. Dann ganz schnell die Feuerwehr rufen und auch die Nachbarn nicht vergessen und warnen.

Feuerlöscher und Co

Im Fachhandel sind geeignete Löschmittel wie Schaumlöscher und Feuerlöscher erhältlich. Solche Löscher können in dieser Situation der Lebensretter sein. Feuerlöscher sind mit den sogenannten Brandklassen versehen. Diese geben an, für welche Brände ein Feuerlöscher geeignet ist. Wem ein Feuerlöscher zu groß und unhandlich sein sollte, für den empfehlen wir ein sogenanntes Löschspray. Für einen Entsehungsbrand in der Pfanne reicht dieses Löschspray völlig aus. Es kann aber trotzdem keinen vollwertigen Feuerlöscher ersetzen. Feuerlöscher mit Löschpulver sollten nicht verwendet werden. Nach einer Löschung mit Löschpulver ist zwar der Brand gelöscht, aber die Küche ist voll mit Pulver. Das Pulver dringt dabei in die kleinste Ritze und meist muss dadurch trotzdem die Küche renoviert werden. Also niemals einen Herd beim Kochen oder Braten unbeaufsichtigt lassen.